Kunstvermittlung: Das „Offene Atelier“

Das Verbundprojekt „Offenes Atelier“ findet seit 2017 in Kooperation mit dem Künstlerhaus Lauenburg, dessen künstlerischer Leiterin Marita Landgraf sowie dem Künstler und Kulturvermittler Benjamin Stumpf statt. Es ist im Bereich der Kulturellen Bildung an der Schnittstelle zwischen kuratorischen und kunstvermittelnden Praktiken angesiedelt und arbeitet zu wechselnden Jahresthemen. Das Kuratorische verstehen wir hierbei nicht auf das Ausstellen beschränkt, sondern als eine kulturelle Praxis mit eigenen Verfahren der Generierung, Vermittlung und Reflexion kultureller und ästhetisch-künstlerischer Erfahrungen.

In diesem Sinne begreifen wir das Atelier nicht im traditionellen Sinne als auratischen Ort der Einkehr, sondern erweitern ihn als einen Ort des künstlerischen Erkundens, Experimentierens und Erprobens vielfältiger Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Das Atelier wird zu einem Ort der Begegnung zwischen Künstler*innen, Kulturschaffenden, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, der sich bis in den öffentlichen Raum ausweitet und sich auch mit soziokulturellen Fragestellungen befasst. Bisherige Jahresthemen waren:

  • Ästhetische Ortserkundung (2017)
  • Identität und Wandel (2018)
  • „Lauenburg bin ich“ (2019)
  • Stadt im Wandel (2020)

Für Studierenden der Kunstpädagogik von der Leuphana Universität Lüneburg findet ein kooperatives Lehrformat (Projektseminar) zur Kunstvermittlung statt. Jeweils über ein Semester lang werden gemeinsam kulturelle Bildungsangebote für Schulen im Künstlerhaus konzipiert, durchgeführt nd theoriebasiert reflektiert. Zudem laden Künstler*innenvorträge an der Universität Lüneburg in der Vortragsreihe „Kunst & Vermittlung“ zum Diskurs über künstlerische Praktiken, Denk- und Handlungsweisen ein.