Forschung

Forschungsschwerpunkte:

  • Professionalisierungsforschung in der kunstpädagogischen Lehrer*innenbildung
  • Klangräume – Digitale Räume. Sound im Kontext von Kunst, Medien und Bildung
  • Partizipation und Interaktion in der Kulturellen Bildung
  • Grundlagenforschung zu Wahrnehmung, Ästhetik, Kunst und Bildung

Aktuelle Forschungsprojekte:

Professionalisierungsforschung in der kunstpädagogischen Lehrer*innenbildung

(Status: laufend, Zeitraum: 2019-2021)

Das Forschungsprojekt widmet sich professionsbezogenen Fragestellungen für die Lehrer*innenbildung des Unterrichtsfaches Kunst im Hinblick auf ästhetisch-künstlerische Bildungsprozesse in den Übergangsräumen zwischen Hochschule und Schule. Ein Schwerpunkt liegt in der methodologischen Verknüpfung von Forschung und Lehre. Thematisch werden die Epistemologien des Ästhetischen und die bildungstheoretischen Potenziale des Transfers von künstlerischen Verfahren und Erfahrungen in die pädagogisch-didaktische Praxis untersucht. Vor dem Hintergrund zur Neustrukturierung der lehramtsbezogenen Studiengänge und den Zentren für schulpraktische Lehrer*innenbildung liegt hier ein besonderer Forschungsbedarf in der interdisziplinären Verknüpfung zwischen künstlerischer Praxis, Fachwissenschaft und Fachdidaktik mit dem Berufsfeldbezug Schule.

Seit 2019 als Forschungskooperation mit Prof. Dr. Birgit Engel, Kunstakademie Münster.

Klangräume – Digitale Räumen. Sound im Kontext von Kunst, Medien und Bildung

(Status: laufend, Zeitraum: 2018-2022)

Unser Alltag ist durch moderne Massenmedien geprägt und von digitalen Vernetzungen insbesondere visuellen und akustischen Ausdrucksformen dominiert. Die Frage nach den Wahrnehmungsbedingungen im 21. Jahrhundert ist heute von entscheidender kulturhistorischer Bedeutung für unsere Gesellschaft und stellt an das Unterrichtfach Kunst besondere Herausforderungen. Das Forschungsprojekt setzt hier an und arbeitet transdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Visuellen Medien und Sound, zwischen Bildender Kunst und Musik sowie alltäglichen akustischen Phänomenen. Es thematisiert die postdigitale Vernetzung von analogen und digitalen Klangräumen in ihrer Verschränkung zu visuellen Erscheinungen.

Grundlagentheoretisch werden künstlerische und bildungstheoretische Perspektiven von Sound in seinen diversen Erscheinungsformen und kulturwissenschaftlichen Dimensionen erforscht. In verschiedenen kunstvermittelnden Projekten und künstlerischen Kooperationen werden mittels einer phänomenologisch orientierten, teilhabenden Beobachtung Daten erhoben und ausgewertet. Der qualitativ-empirische Forschungsansatz verortet sich in der Phänomenologischen Erziehungswissenschaft und nutzt ethnographische, hermeneutische und phänomenologisch-orientierte Forschungsmethodologien. Ziel ist es, aus den grundlagentheoretischen und empirisch gewonnen Erkenntnissen Rückschlüsse für die konzeptionelle Unterrichtsentwicklung und -forschung im Fach Kunst zu ziehen.

Forschungsnetzwerke:

Internationales Kunstpädagogisches Forschungskolloquium Münster

Das Kolloquium verfolgt Forschungsschwerpunkte im Bereich der professionsbezogenen Bildung im Kontext ästhetisch-künstlerischer Bildungsprozesse. Von Prof. Dr. Birgit Engel (Kunstakademie Münster) gegründet, wird das Forschungskolloquium seit 2019 gemeinsam mit Prof. Dr. Tobias Loemke (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und mir organisiert. Weitere Informationen hier: Kunstakademie Münster.

Forschungscluster „Interaktion und Partizipation in der Kulturellen Bildung“ im Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung lässt sich nicht nur von ihren Gegenständen, Zielen oder Strukturen verstehen. Das Cluster setzt hier an und stellt die interaktive Prozesshaftigkeit kultureller und kulturpädagogischer Handlungen in den Mittelpunkt zur Erforschung Kultureller Bildung, um einen kritischen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion über kulturelle Teilhabe zu leisten. Der Austausch und die gemeinsame Arbeit im Forschungscluster steht allen Interessierten aus dem Bereich der Kulturellen Bildung hoffen. Weitere Informationen hier.

Abgeschlossene Forschungsprojekte:

Synästhetische Strategien in der Kunstvermittlung.

Die 2016 abgeschlossene Dissertation leistet einen wesentlichen Beitrag zur Grundlagenforschung des Synästhesie-Phänomens, seiner Bedeutung für ästhetische Bildungsprozesse und die Konzeption von Kunstvermittlung. Systematisch wird anhand von historischen, neurologischen, philosophischen, bildungstheoretischen und kunstpädagogischen Studien sowie Ästhetischen Theorien die Frage untersucht, wie Synästhesie heute zu verstehen und im Kontext zeitgenössischer Kunstvermittlung anzuwenden ist.

In der Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik im kopaed-Verlag als Buch und E-Book erschienen.

„Die Landung“ – Projekte der Kunstvermittlung

2008 bis 2009 fand das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Kunstvermittlungsprojekt »Die Landung« statt, an dem Künstler*innen in Kooperation mit dem Kunstraum Tosterglope und dem Fach »Kunst und ihre Vermittlung« der Universität Lüneburg beteiligt waren. Verschiedene kulturelle Bildungsangebote an Schulen, Kitas und einem Familienzentrum im Landkreis Lüneburg wurden durchgeführt, wobei ein Schwerpunkt in der Orientierung an Formaten der »Künstlerischen Kunstvermittlung« lag. Im Rahmen dieses umfangreichen Projektes lag ein Teilbereich der Wissenschaftlichen Begleitforschung in meiner Verantwortung. Daraus hervorgegenangen sind ein Forschungsbericht (unveröffentlicht) und die Publikation: Kunstraum Tosterglope/Maset, Pierangelo (Hg.) (2009): Die Landung. Projekte der Kunstvermittlung.